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Michael Brennand-Wood-You are here

 

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Mit schöner Regelmäßigkeit tauchte der Name Michael Brennand-Wood in den vergangenen 20 Jahren auf großen internationalen Textilkunstausstellungen auf, z.B. auf der Triennale von Lodz, bei "Flexible", auf den Ausstellungen von Kyoto und wieder beim 5.Betonac-Preis im Herbst 2000 in St. Truiden. Seine Arbeiten sind wie Grenzgänge in der Textilkunst. Man kann sie auch der Malerei und manchmal der Plastik zuordnen. Fast immer jedoch haben sie einen Hintergrund in der Stickerei oder Spitze. Brennand-Wood läßt sich z.B. in der Arbeit "Seeds of Memory", die 1995 entstand, eindeutig von der Technik der Spitze inspirieren; er überhöht, verfremdet und vergrößert sie dann in Holz, alten Stoffen und Farbe, wobei er den reinen Geist der Spitze einfängt: das Zerbrechliche, Eigenwillige, die dreidimensionale Struktur.
In der Arbeit "You are here" aus 1997 beschreibt er malend seinen Weg im Stile der Aboriginee-Traumlandschaften. Demnach besteht sein Leben aus vielen feinfühligen Fäden, offenen Kreisen, Labyrinthen, geschlossenen quadratischen Formen, dazwischen viel Unendlichkeit und Chaos, was sich von weitem wieder zu einem großen Muster fügt. Diese sehr textile Traumlandschaft sagt etwas über die Qualität der Künstlerpersönlichkeit aus: Er setzt sich offen mit sich selbst auseinander, mit dem Phänomen des Musters, der Zeichen und Eigentümlichkeit des Materials.
Das vorliegende Katalogbuch wurde zur großen Einzelausstellung in der Piece Hall Art Gallery und im Bankfield Museum in Halifax herausgegeben (vgl. TF 3/99, S. 18). Es gibt die wichtigsten seiner Arbeiten wieder und enthält einen Artikel von Pamela Johnson, die u.a. schreibt:
"Seine Arbeit stellt die zu engen institutionellen Begrenzungen der Disziplinen infrage und fordert konservative Auffassungen heraus, die man sowohl in der Malerei als auch in der Textilkunst antrifft. Seine Arbeitsweise beweist, daß Textilkunst nicht länger etwas sein muß, das auf Technik allein gründet. Die Beschäftigung mit einem Prozeß ist auch eine Weise des Denkens. – Seine Aneignung von Mustern bietet ihm eine Sprache, mit der er die Ordnung und das Chaos durchdringt. Bei seiner Art des Gebrauchs der Muster stellt Brennand-Wood ihre Verortung in einer sich wandelnden Welt infrage. Er richtet die Aufmerksamkeit auch auf die grundlegenden Muster im Universum". Das Buch schließt mit des Künstlers Lebenslauf, einer Bibliographie und einem Index all seiner Werke.

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