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The Worldwide History of Dress
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Zum Inhalt
Die Autorin dieses stattlichen Buchwerks ist Gründerin und Direktorin des Zentrums zum Studium von Regionaltrachten am Fowler Museum der University of California Los Angeles (UCLA) in den USA. Ihr Spezialgebiet ist die Bekleidung der Azteken. In Mexiko studierte sie Jahre lang die spanischen Einflüsse auf die Kleidung der indianischen Bevölkerung. Vergleichbare Gegenüberstellungen nimmt sie auch in anderen Weltregionen vor. Bereits im ersten Kapitel über den Mittleren Osten, der Wiege der ältesten Kulturen, stellt sie z. B. Vergleiche zwischen Ägyptischen, sumerischen und assyrischen Kopfbedeckungen an. Dabei erscheint die ganze Bekleidungsgeschichte auf einmal in neuem Licht und regt die Nachwelt an, sich die vielen historischen Abbildungen sehr viel genauer anzuschauen.
Die Publikation unterscheidet 32 Weltregionen, von der Arktis bis Ozeanien. Die Autorin ist dabei immer auf der Jagd nach nachweisbaren transkulturellen Einflüssen, was die Lektüre so spannend macht.
Anawalt ist natürlich dort am brillantesten, wo sie sich am besten auskennt, und zwar in den Kulturen Amerikas! Erstaunt kann man allerdings sein, dass sie dem üblichen Topos huldigt, von einer textilen Kultur erst ab der Zeit um 3.000 v. Chr. zu sprechen. Dabei sind weder die Ausgrabungen von Çatal Hüyük in Anatolien (ab 8.000 v. Chr.) noch die Funde im heutigen Tschechien (ab 25.000 v. Chr.) berücksichtigt. Andererseits kennt und erwähnt die Autorin neuere Forschungsergebnisse bezüglich der Muttergöttinnen-Kulturen und jüngerer Erkenntnisse von Textilfunden im zentralasiatischen Urumchi.
Abgesehen von einer Zusammenschau archäologischer Textilfunde, die vermutlich einer eigenen Betrachtung bedarf, zeugt diese Buchneuerscheinung von großem wissenschaftlich fundiertem Weitblick und befleißigt sich einer leicht verständlichen Sprache, so dass diese Publikation als ein Standardwerk auf ihrem Gebiet jeder Textilbibliothek zur Anschaffung empfohlebn sei. – Eine Regionen-weise gegliederte umfangreiche Bibliographie ebenso ein Glossar zum besseren VerstŠndnis vieler im Text verwendeter Begriffe schließen die Materie weiter auf und laden zu vertiefender Lektüre ein.
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